Aktuelles

Jüdisch- Muslimische Kulturtage in Heidelberg

Die Jüdisch-Muslimischen Kulturtage Heidelberg, kurz JMKT, schaffen ab dem 26. Juni wieder eine Plattform für aktuelle jüdische und muslimische Perspektiven auf gesellschaftliches Miteinander. 

Bis zum 11. August lädt das Programm der Kulturtage dazu ein, sich mit der Vielfalt der Blickwinkel auf innermuslimische und innerjüdische sowie auch auf gesamtgesellschaftliche Positionen in Deutschland auseinanderzusetzen.  

Über unterschiedliche künstlerische und kulturelle Veranstaltungsformate wird diese Vielfalt für alle Menschen erfahrbar und diskutierbar gemacht. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei.

Die JMKT sind Teil des Heidelberger Bündnisses für Jüdisch-Muslimische
Beziehungen und werden getragen von Teilseiend e. V. – Muslimische Akademie
Heidelberg i. G., der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, dem Karlstorbahnhof und dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.

Mehr Informationen und das ganze Programm finden Sie hier.

GESELLSCHAFT GEMEINSAM GESTALTEN

28.06.2022, 19 – 21 Uhr, CHAPEL Raum für Stadtkultur e. V. (Rheinstraße 12/4, 69126 Heidelberg)

Wie sieht zukunftsfähiges Zusammenleben aus? Wie kann in Vielfalt der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden?

Um solche Fragen zu beantworten, braucht es Orte der Begegnung und des Austauschs. Die Muslimische Akademie Heidelberg versteht sich als ein solcher Ort, an dem Diskurs, Reflexion und Weiterbildung möglich sind. Zur Demokratieförderung öffnet die Akademie Räume, welche allen Menschen die Möglichkeit anbieten, mitzugestalten und Veränderungen anzustoßen.

Doch wie sollte eine solche Bildungsstätte gestaltet sein, dass sie einer vielfältigen Gesellschaft ein Zuhause bietet? Wie kann das Zusammenspiel von Reflexion und Wissenschaft mit Begegnung und Austausch funktionieren? Und wie kann eine muslimische und zugleich Heidelberger Identität architektonisch ihren Ausdruck finden?

Wir laden Sie ein, diese Fragen mit uns im Rahmen der IBA Abschlusspräsentation zu diskutieren.

Für eine Teilnahme melden Sie sich bitte unter anmeldung@teilseiend.de an.

 

 

 

 

 

 

 

Start des neuen Modellprojektes: Antisemitismuskritische Bildungsarbeit in der (Post)Migrationsgesellschaft

Hier erfahren Sie mehr.

Barrierefreiheit in der Moschee – Verantwortung für ein inklusives Miteinander

01.06.2022, 18:30-20:30 Uhr via Zoom

Inklusion ist ein wichtiger Prozess hin zu einem gesellschaftlichen Miteinander, in dem Menschen mit und ohne Behinderung kollektiv entscheiden, wie sie ihr Zusammenleben gestalten. In diesem Zusammenhang stehen auch Moscheen als wichtige Orte der religiösen Praxis für Muslim*innen vor diesem großen Inklusionsprozess. Die Veranstaltung thematisiert die grundlegenden Herausforderungen, Ansätze sowie Potenziale von Inklusion. Außerdem werden Perspektiven des Arbeitsfelds diskutiert.

Einen fachlichen Einstieg in die Thematik „Inklusion“ wird Funda Fidan vom Interkulturellen Institut für Inklusion e.V. geben. Anschließend kommen wir mit Ahmet Erinola, Nurcan Kar und Sultan Bayindir ins Gespräch, die aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung das Thema beleuchten werden.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der Muslimischen Akademie Heidelberg i. G. und dem Islamischen Kompetenzzentrum für Wohlfahrtswesen e. V. und wird in der Deutschen Gebärdensprache (DGS) simultan gedolmetscht.

 

Die Anmeldung per Mail läuft über anmeldung@teilseiend.de.

 

Die zehn Gebote in Bibel und Koran

Interreligiöses Lernen im Religionsunterricht

ONLINE | Mittwoch, 29. Juni 2022 | 15.00-17.45 Uhr

Das Ökumenische Bildungszentrum sanctclara in Mannheim, die Muslimische Akademie Heidelberg und die Pädagogische Hochschule Karlsruhe laden ein zu einer digitalen Veranstaltung für christliche und muslimische Religionslehrer*innen.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist ein hohes Gut, das immer wieder zu sichern ist. Dazu braucht es Menschen, die sich an die Werte Frieden und Gerechtigkeit halten und in ihrem Leben aus innerer Überzeugung grundlegende Normen beachten, die für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben
unverzichtbar sind.

Bei der Bildung solcher Werte und Normen spielen Religionen mit ihrer Sicht der Welt und des Menschen sowie mit ihrer Ethik eine wichtige Rolle. Eckpfeiler dieser Ethik sind in Christentum und Islam die zehn Gebote wie sie sich in Bibel sowie im Koran finden. Sie sind voneinander unabhängig, zeigen inhaltliche Unterschiede, enthalten aber auch erstaunliche Gemeinsamkeiten.

Ziel der Veranstaltung ist es, die Eigenheiten der Gebotsreihen zu entdecken, ihre Andersartigkeit zu bedenken, offene Fragen zu erörtern, sowie die Möglichkeit für ein interreligiöses Lernen zu den zehn Geboten in der Schule zu prüfen. So kann das Verständnis füreinander wachsen und schließlich auch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen.

 

Das Programm und weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen. 

 

 

 

Infoveranstaltung zur Muslimischen Akademie Heidelberg i. G.

Am 07. April um 18:30 Uhr wollen wir in der Halle02 gemeinsam mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) und der Stadt Heidelberg zum aktuellen Stand der Muslimischen Akademie Heidelberg i. G. informieren und Euch herzlich dazu einladen!

Ab 20 Uhr möchten wir den Abend mit einem kleinen Stehimbiss ausklingen lassen.

Die Anmeldung läuft bis zum 06. April über anmeldung@teilseiend.de.

Anmeldung zum Ferienprogramm „Suche! Finde! Mache Frieden!“ Ostern 2022 ist gestartet

In diesem Jahr wird sich in den Osterferien alles um das Motto „Suche! Finde! Mache Frieden!“ drehen. Gemeinsam wollen wir herausfinden, wie wir den Frieden in der Welt gestalten und weitergeben können. Bist du bereit? Dann nimm auch deine Freundinnen und Freunde mit. Wir freuen uns auf dich und euch!

Die wichtigsten Eckdaten:

Alter: Grundschulkinder der 1. bis zur 4. Klasse

Zeitraum: 19.04. bis 22.04.2022

Uhrzeit: 8:00 bis 16:30 Uhr

Ort: Evang. Christus-Luther-Markus-Gemeinde, Zähringerstraße 26, 69115 Heidelberg / Weststadt

 

Das Online-Anmeldeformular finden Sie hier. Anmeldefrist bis zum 12.04.2022.

Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Flyer (pdf)

 

Bei Fragen zur Anmeldung können Sie Lea Hornscheidt unter lea.hornscheidt@teilseiend.de kontaktieren.

 

Unsere Kooperationspartner:

 

 

 

„Die Maßnahme findet im Rahmen des Modellprojekts „Demokratie- Profis in Ausbildung! Politische Bildung mit Kindern“ des Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. statt. Das Modellprojekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).“

Die Muslimische Akademie Heidelberg ist ein konfessioneller Träger politischer Bildung, der sowohl Angebote für die Öffentlichkeit durchführt als auch im Besonderen die muslimische Zivilgesellschaft adressiert.

Für die Muslimische Akademie Heidelberg i. G. suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Leitung für Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (m/w/d) in Teilzeit (50 %).

Stellenbeschreibung
Ihr Tätigkeitsfeld umfasst den Aufbau unserer Kommunikationsabteilung sowie die Durchführung von Aufgaben sowie Dienstleistungen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeit. Sie leiten und professionalisieren die Kommunikationsabläufe, sind zentrale*r Ansprechpartner*in für Medien-Vertreter*innen und machen die Tätigkeiten der Muslimischen Akademie Heidelberg i. G. in Medien und Öffentlichkeit sichtbar. Für Ihren Tätigkeitsbereich wirken Sie auch an grundlegenden strukturrelevanten Prozessen der Akademie in Gründung mit und sind an der Entwicklung von spannenden und abwechslungsreichen Veranstaltungsformaten beteiligt.

Stellenausschreibung Kommunikation_Muslimische Akademie Heidelberg

 

Die Vergütung orientiert sich an TvÖD 11. Die Stelle ist zunächst bis zum 31.12.2023 befristet, mit der Aussicht auf Verlängerung.

Bei Interesse senden Sie Ihre Bewerbung bitte per Mail an Hacer Üstün unter info@teilseiend.de.

Bei Nachfragen zur ausgeschriebenen Stelle kontaktieren Sie uns ebenfalls gerne unter o. g. Mail oder telefonisch unter 06221-7271155. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

HORIZONTE POLITISCHER BILDUNG IN RELIGIÖS-KONFESSIONELLER TRÄGERSCHAFT.

SELBSTVERSTÄNDNIS, AUFGABEN UND BÜNDNISSE IN ZEITEN DES UMBRUCHS.

9.-11. Mai 2022, Kolpinghaus München

Die postmigrantische Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland ist plural und heterogen. Dies zeigt sich nicht zuletzt an der Vielzahl ihrer religiösen Denominationen sowie an den unterschiedlichen Bedeutungen, die Glaube und Spiritualität zugeschrieben werden. Obgleich die Rolle von Religionen und religiösen Institutionen im postsäkularen Zeitalter immer wieder hinterfragt wird, erweist sich das Religiöse als gesellschaftliche Prägekraft. Als solche wirkt es auch in den Bereich der politischen Bildung hinein, denn Glaubensperspektiven und religiöse Werte können nicht nur Gegenstand, sondern auch Triebfeder einer diversitätssensiblen politischen Bildungsarbeit werden.

Für dieses proaktive, gesellschaftspolitische Moment spricht u.a. die zunehmende Ausdifferenzierung der Trägerlandschaft: In den vergangenen zehn
bis fünfzehn Jahren sind unzählige neue Akteure der Zivilgesellschaft in Erscheinung getreten. Hierzu zählen auch viele muslimische Bildungsträger, die sich auf Grundlage eines religiös-konfessionellen Selbstverständnisses gesellschaftspolitisch engagieren und auf eine institutionelle Verankerung im Feld der politischen Bildung hinarbeiten. Eine Diversifizierung der politischen Bildungsarbeit ist aber ebenso mit Blick auf etablierte Träger spürbar: Sie tragen den veränderten gesellschaftlichen Anforderungen u.a. in Gestalt neuer Inhalte, Formate und Kooperationen Rechnung. Dies gilt insbesondere auch für christliche Träger, deren maßgebliche Beteiligung an politischer Bildung bis in die frühen Jahre der Bundesrepublik zurückreicht und die auf jahrzehntelange Erfahrung sowie gewachsene Strukturen zurückblicken.

Trotz ihrer unterschiedlichen Ausgangslage sind etablierte und neue Träger gleichermaßen Zeugen großer gesellschaftlicher Umbrüche, welche die
politische Bildungsarbeit vor veränderte Aufgaben und Herausforderungen stellen und eine Auseinandersetzung mit Selbstverständnis, Auftrag
und thematischer Ausrichtung der politischen Bildung notwendig machen. Dieser Reflexionsprozess ist im Gange und beschäftigt auch die religiöskonfessionellen Akteure im Feld: Welches Potenzial liegt einer religionssensiblen Bildungsarbeit, auch unter veränderten Bedingungen, zugrunde?
Auf welche Weise kann es künftig gelingen, angestammte und neue Zielgruppen erfolgreich anzusprechen? Bedarf es einer kritischen Überprüfung der eigenen Qualitätsstandards? Was können christliche, muslimische und jüdische sowie andere Träger der politischen Bildung voneinander lernen? Gibt es eine geteilte Vision für unser Zusammenleben und, wenn ja, welche Kooperationen und Bündnisse können für eine nachhaltige Stärkung von Glaubensperspektiven in der politischen Bildung zielführend und zukunftsfähig sein?

Anmeldung bis zum 01. April hier.

Flyer_Fachtagung_Horizonte

 

    

 

Die Muslimische Akademie Heidelberg i. G. | Teilseiend e. V. und die Eugen-Biser-Stiftung laden in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung herzlich dazu ein, diese und weitere Fragen im Rahmen der Fachtagung zu diskutieren.

 

Teil 1: Nationaltheater Mannheim: Zwei Jahre und ein paar Tage – nach Halle, nach Hanau: Verbünden!

Teil 2: Zwei Jahre und ein paar Tage – nach Halle, nach Hanau: Erinnern, aber Weitermachen!

ZWEI JAHRE UND EIN PAAR TAGE. ERINNERUNG AN DIE ANSCHLÄGE VON HANAU UND HALLE IN ZWEI TEILEN

Teil 1: Nationaltheater Mannheim: Zwei Jahre und ein paar Tage – nach Halle, nach Hanau: Verbünden!

15.02.2022, 19 Uhr 

Rassistisch und antisemitisch motivierte Attentate wie in Hanau und Halle sind keine Einzelfälle, sondern stehen in der Kontinuität rechtsradikaler Anschläge in Deutschland. Anlässlich der erneuten und gewaltvollen Zuspitzung des israelisch-palästinensischen Konflikts wurden im vergangenen Sommer hierzulande einige Stimmen laut, die Antisemitismus pauschal muslimisch und migrantisch geprägten Gruppen zuschreiben.

Vor diesem Hintergrund benötigt der gesellschaftliche Einsatz gegen Rassismus und Antisemitismus mehr denn je unsere ungeteilte Aufmerksamkeit sowie neue und starke Bündnisse. Wie kann ein solches Verbünden aussehen? Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede zwischen Antisemitismus und Rassismus sollten dabei berücksichtigt werden? Wie kämpfen, wie erinnern wir gemeinsam, ohne notwendige Differenzierungen auszublenden?

Es diskutieren:

Saba-Nur Cheema, Politologin, Antirassismus-Trainerin und Beraterin des Bundesinnenministeriums zum Thema Muslimfeindlichkeit.

Prof. Dr. Meron Mendel, Professor für transnationale Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Science und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank.

Moderiert von Dr. Max Czollek, Mitglied des Lyrikkollektives G13 und Mitherausgeber des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart.

Der Zoom-Link für die Teilnahme an der Online-Veranstaltung wird wenige Tage vor der Veranstaltung veröffentlicht unter www.nationaltheater-mannheim.de.

 

Die Reihe „Das Haymatministerium“ wird gefördert im Programm

 

 

Teil 2: Zwei Jahre und ein paar Tage – nach Halle, nach Hanau: Erinnern, aber Weitermachen!

22.02.2022, 19 Uhr, im Karlstorbahnhof und Livestreaming https://youtu.be/32uE2a2bMFo

Am 09. Oktober 2019 versuchte ein rechtsextremistisch motivierter Täter, in die Synagoge in Halle einzudringen und die dort zu Jom Kippur versammelten Gläubigen zu ermorden. Da ihm dies nicht gelang, erschoss er eine Passantin sowie einen Gast eines Döner-Imbisses auf offener Straße. Knapp vier Monate später, am 19. Februar 2020, wurden in und um eine Shishabar in Hanau neun Menschen bei einem rechtsterroristischen, rassistischen und antiziganistischen Anschlag ermordet und sechs weitere Personen verletzt.

Bei den Anschlägen in Halle und Hanau spielten die rechtsextremen und menschenverachtenden Überzeugungen der Täter eine entscheidende Rolle. Diese richteten sich gegen Menschen, die als migrantisch, jüdisch oder muslimisch gelesen werden. Diese Anschläge reihen sich ein in eine jahrzehntelange Tradition rechtsextremer Angriffe in Deutschland.

Diese Attentate sind ein Appell an unsere Gesellschaft, die Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus stärker in den Fokus zu rücken. Welche Konsequenzen ziehen wir aus diesen Angriffen? Welche Verantwortung tragen wir im Kampf gegen Menschenfeindlichkeit? Und wie können wir unser Gedenken an die Opfer mit Widerstand gegen Hassgewalt verbinden?

 

Begrüßung durch Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg

 

Es sprechen:

Esther Dischereit

© Sandro Most

Esther Dischereit lebt in Berlin, schreibt Lyrik, Prosa, Essays und Stücke für Radio und Theater. Sie erhielt 2009 den Erich-Fried-Preis und war von 2012 bis 2017 Professorin an der Universität für angewandte Kunst in Wien, 2019 DAAD-Chair in Contemporary Poetics an der New York University. Zuletzt erschienen als Buch und Hörwerk: „Blumen für Otello. Über die Verbrechen von Jena“, 2014, „Großgesichtiges Kind“, 2014, und der Gedichtband „Sometimes a Single Leaf“, 2019, die Essays „Mama darf ich das Deutschlandlied singen“ sowie das von ihr herausgegebene Werk „Hab keine Angst, erzähl alles! Das Attentat von Halle und die Stimmen der Überlebenden“, 2021.  

 

Zehra Tuzkaya

Zehra Tuzkaya ist Aktivistin aktiv im Bündnis Erinnern.Verändern sowie in diversen anderen Heidelberger Projekten wie Decolonize Heidelberg, dem Antirassismusreferat der Universität Heidelberg, dem Projekt Sehhilfe MUSSlimisch und dem Antirassismusnetzwerk. Seit diesem Jahr gehört sie dem Vorstand von Migration Hub Heidelberg an. Sie studiert , Ethnologie, Politikwissenschaft und  Philosophie.

 

Yalçın Tekinoğlu

 

Yalçın Tekinoğlu ist seit 2014 zugelassen als Rechtsanwalt und gründete im selben Jahr die Rechtsberatung, Steuerberatung und Strafverteidigung Dürüst. Er ist Altstipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehrenamtlicher islamischer Krankenhausseelsorger an der Thoraxklink Heidelberg.  

Yalçın Tekinoğlu ist Volljurist und darf daher auf jedem Gebiet des Rechts beraten. Vermehrt vertritt er auch Opfer von antimuslimischem Rassismus, so hat er beispielsweise den Fall „Leyla“ aus Kaiserslautern übernommen. Daneben hält er Vorträge, die sich u.a. auf das Diskriminierungsgesetz oder Strafrecht und Verteidigung Asylsuchender beziehen.  

 

Dr. Harpreet Cholia

Dr. Harpreet Cholia ist promovierte Soziologin, Autorin und Dozentin. Sie arbeitet in den Bereichen kritische Migrationsforschung, Feminismus, Diversität, Antirassismus und Antidiskriminierung. Derzeit leitet sie die Stabsstelle Diversität und Demokratie bei der GFFB in Frankfurt am Main. Außerdem arbeitet sie als freie antidiskriminierungs- und psychosoziale Beraterin für die Opferberatungsstelle „Response Hessen“ und ist die Teambegleiterin für Berater*innen. Sie ist auch die ehemalige Vorsitzende des Hessischen Flüchtlingsrates (2015-2021).

Sie ist außerdem Aktivistin. Nach dem Anschlag in Hanau hat Harpreet Cholia sich  in der Aufbauphase der beiden Initiativen beteiligt, die vor Ort von Betroffenen und Alliierten gegründet wurden. Sie schreibt auch zum Thema rechter Gewalt und ist Mitherausgeberin des 2021 erschienenen Buches „Unentbehrlich – Solidarität mit Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“.

 

Ali Yildirim (Bildungsinitiative Ferhat Unvar)

Ali Yildirim ist ein Gründungsmitglied der Bildungsinitiative Ferhat Unvar und deren Projektkoordinator. Er ist in Hanau geboren und aufgewachsen. Als ein Kindheitsfreund von Ferhat Unvar liegt ihm die Bildungsinitiative besonders am Herzen. Seit dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau ist er aktiv im Kampf gegen Rassismus, hat eine Demokratie-Trainer:innenausbildung absolviert und gibt Workshops im Bereich der anti-rassistischen Bildungsarbeit. 

Mollie Sharfman, Überlebende des Attentats in Halle

Moderiert von Ülkü Süngün, Bildende Künstlerin am Institut für Künstlerische Migrationsforschung

Musikalische Begleitung durch ENGIN

 

Anmeldung unter anmeldung@teilseiend.de

 

Teilseiend e.V. – Muslimische Akademie Heidelberg i. G., Kompetenznetz Plurales Heidelberg, Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Kulturhaus Karlstorbahnhof, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bündnis Erinnern.Verändern, Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.  

 

Veranstaltet von:

 

 

       

 

 

 

 

 

 

 

 

MAHD_Flyer__Hanau und Halle

Am 15. und 16. Dezember 2021 bietet die Muslimische Akademie Heidelberg i. G. in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e. V. (AKSB) die folgenden beiden Online-Veranstaltungen an:

 

Mittwoch, 15. Dezember 2021, 15-17 Uhr

 Methodenworkshop
Antimuslimischer Rassismus und Islamfeindlichkeit in der Bildungspraxis. Interaktiver Workshop für junge Teamer*innen, politische Bildner*innen, Jugendsozialarbeiter*innen und Studierende

Antimuslimischer Rassismus und Islamfeindlichkeit nehmen kontinuierlich zu. Gerade in der Arbeit mit Jugendlichen gilt es, über antimuslimischen Rassismus zu reden und für das Thema zu sensibilisieren. Denn dies ist nicht nur für muslimisch (gelesene) Menschen von Bedeutung, sondern greift auch die Gleichwertigkeit aller Menschen und damit unsere demokratische Gesellschaft als Ganzes an. In dem Workshop lernst du unter der Begleitung erfahrener Bildner*innen interaktiv Methoden kennen, die dazu anregen Perspektiven und Haltungen zu reflektieren.

Mit Anne Maria Fröhlich Zapata, minor – Projektkontor für Bildung und Forschung e. V., und Öndercan Muti, La Red – Vernetzung und Integration e. V.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir laden alle interessierten Teamer*innen, Bildner*innen und Jugendsozialarbeiter*innen herzlich dazu ein! Bitte melden Sie sich hierfür bis zum 10. Dezember 2021 unter folgendem Link an: Antimuslimischer Rassismus und Islamfeindlichkeit in der Bildungspraxis

 

 

Mittwoch/Donnerstag, 15.-16 Dezember 2021 (Programm siehe PDF)

 Fachtagung
Antimuslimischer Rassismus und Islamfeindlichkeit als gesamtgesellschaftliche Herausforderung – Ein Auftrag für politische Bildung und interreligiöse Arbeit

 In den Medien, auf der Straße, auf der Arbeit, bei der Wohnungssuche, online oder vor dem Gesetz – an diesen und anderen Orten erfahren Muslim*innen und muslimisch gelesene Menschen Diskriminierung, Hass und manchmal sogar Gewalt. Schon viele Jahre ziehen sich antimuslimische Ressentiments durch die Gesellschaft und bedrohen unsere demokratische Gesellschaft. Jüngste Ereignisse wie die Attentate in Hanau oder die 1.026 bekannten islamfeindlichen Straftaten allein im Jahr 2020 machen dies sichtbar. Expert*innen gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weit höher liegt.

Welcher Auftrag ergibt sich hieraus für die Praxis der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung? Auf unserer Fachtagung möchten wir die folgenden Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus erörtern: Was genau ist antimuslimischer Rassismus? Was erleben Muslim*innen und als solche Gelesene in ihrem Alltag? Welche Möglichkeiten der Prävention und der Bildungsarbeit gibt es und welchen Beitrag können wir gesamtgesellschaftlich leisten, um antimuslimischem Rassismus zu begegnen?

Wir laden Sie ein, diese Fragen gemeinsam auf unserer Fachtagung zu diskutieren und in praxisorientierten Panels und Workshops zu vertiefen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich bis zum 10. Dezember 2021 für die Fachtagung unter folgendem Link an: Anmeldelink Fachtag Antimuslimischer Rassismus u. Islamfeindlichkeit

 

 

 

 

Muslimische Akademie Heidelberg i. G. veröffentlicht Broschüre zum zivilgesellschaftlichen Engagement muslimischer Bildungsträger in Deutschland

 Heidelberg, 29.10.21. Die muslimische Zivilgesellschaft in Deutschland hat in den vergangenen zehn Jahren eine bemerkenswerte Zunahme und Ausdifferenzierung ihrer Vereinslandschaft erfahren. Dies gilt in besonderem Maße auch für Träger, die sich gesellschaftspolitisch im Bereich der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung betätigen. Die Muslimische Akademie Heidelberg i. G. (Teilseiend e. V.) macht dieses breite Engagement nun in ihrer aktuell veröffentlichten Broschüre mit dem Titel „Muslimisch-zivilgesellschaftliche Bildungsträger in Deutschland – Bestandsaufnahme und Selbstporträts“ (Oktober 2021) sichtbar. Anhand exemplarischer Träger zeigt sie die zivilgesellschaftliche Bildungsarbeit von Musliminnen und Muslimen in all ihrer Vielfalt im Bundesgebiet auf. Dabei macht sie auch deutlich, wie diese Träger unsere Gesellschaft meist schon über Jahre hinweg aktiv mitgestalten. In der Broschüre stellen sich über zwanzig muslimische Einrichtungen vor, indem sie in Steckbriefen und Kurzporträts über Selbstverständnis, Auftrag und Ziele ihrer Arbeit Auskunft geben. Zum Schluss werden Herausforderungen diskutiert und Perspektiven benannt, wie eine nachhaltige Verankerung dieses Engagements in Deutschland gelingen kann.

Die Publikation erscheint im Rahmen des von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) geförderten Modellprojekts „Aus dem Glauben heraus?! – Politische Bildung in muslimischer Trägerschaft“, welches die Muslimische Akademie Heidelberg i. G. seit Herbst 2019 verantwortet. Es dient der Stärkung und Professionalisierung muslimischer Träger im Bereich der politischen Bildung mit dem Ziel, zur Diversifizierung der Akteurslandschaft beizutragen. Die Muslimische Akademie Heidelberg i. G., gewachsen aus der Graswurzelbewegung Teilseiend e. V., begreift sich als Einrichtung der politischen Bildung und beabsichtigt, explizite Demokratieförderung in muslimischer Trägerschaft erstmalig zu institutionalisieren.“

 

Die Broschüre ist in digitaler und gedruckter Form erhältlich. Druckexemplare können per E-Mail über info@teilseiend.de kostenlos bestellt werden. Die PDF-Version kann hier gratis heruntergeladen werden.

 

Nähere Informationen zum Projekt „Aus dem Glauben heraus?!“ sind hier abrufbar.

 

 

 

 

 

 

Anmeldung zum Ferienprogramm „Total digital, alles normal?“ Herbst 2021 gestartet

 

Die Sommerferien sind zu Ende und die Schulzeit hat längst begonnen.

Bald tragen die Bäume ihr goldenes Kleid und die nächsten Schulferien sind nicht mehr so weit.

In diesem Jahr wird sich in den Herbstferien alles um das Motto „Total digital, alles normal?“ drehen. Gemeinsam werden wir uns auf eine spielerische Reise durch die digitale Welt begeben.

Bist du bereit? Dann nimm auch deine Freundinnen und Freunde mit. Wir freuen uns auf dich und euch!

Die wichtigsten Eckdaten:

Zeitraum: 2.11 bis 5.11.2021

Uhrzeit: 8:00 bis 16:30 Uhr

Alter: Grundschulkinder der 1. bis zur 4. Klasse

Ort: Evang. Christus-Luther-Markus-Gemeinde, Rheinstr. 29, 69126 Heidelberg / Südstadt

Das Online-Anmeldeformular finden Sie hier. Anmeldefrist verlängert bis zum 24.10.2021.

Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Flyer (PDF)

Bei Fragen zur Anmeldung können Sie die Projektleiterin Rumeysa Turna unter +49 176 2589 0640 oder rumeysa.turna@teilseiend.de kontaktieren.

 

 

 

 

 

Bildung mal anders…

Die Jugendbildungsstätte Kaubstraße (Alte Feuerwache e.V.) und die Muslimische Akademie Heidelberg i.G. (Teilseiend e.V.) bieten eine kostenfreie Online-Qualifizierungsreihe für all jene an, die Lust haben, sich in der außerschulischen politischen Bildungsarbeit zu betätigen (oder weiterzubilden). Die Reihe richtet sich insbesondere an Menschen, die von Diskriminierungen betroffen sind.

Inhalte oder Haltungen

In den vier Modulen unserer Online- Qualifizierungsreihe befassen wir uns mit der Didaktik und Methodik der außerschulischen Bildungsarbeit:
„Wie lernen wir am besten?“
„Wie gehen wir mit schwierigen Situationen um?“
„Wie schaffen wir es, komplizierte In-halte zugänglich und spannend zu vermitteln?“
„Welche Rolle nehmen wir als teamende Person ein?“

 

Zielgruppe oder wieso bist Du gemeint?

Eingeladen sind alle, die Lust haben, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Wenn Du gerne politische Inhalte diskutierst, Freude an Teamspielen hast und dich für Diskriminierung sensibilisieren möchtest, dann sei herzlich willkommen!

 

Und was kommt danach?

Nach der Online-Qualifizierungsreihe wirst Du viele Methoden und Techniken erlernt haben, um digitale Seminare der politischen Bildung erfolgreich zu leiten. Natürlich wird vieles davon auch in physischen Veranstaltungen angewandt werden können.
Ob neu im Bildungskontext oder bereits erfahren: Die vermittelten Kompetenzen werden Dich in Deiner Ar-beit sowie persönlich weiterbringen!
Am Ende erhältst du eine Bescheinigung. Außerdem vernetzen wir Dich bei Bedarf gerne mit Bildungsträgern bundesweit.

 

4 Module

Modul 1: 3. – 4. September (freitags 16-19 Uhr, samstags 9-16 Uhr)
Modul 2: 1.-2. Oktober (freitags 16-19 Uhr, samstags 9-16 Uhr)
Modul 3: 12.-13. November (freitags 16-19 Uhr, samstags 9-16 Uhr)
Modul 4: 10.-11. Dezember (freitags 16-19 Uhr, samstags 9-16 Uhr)

Die Module bauen nicht aufeinander auf. Eine Anmeldung (auch zu den einzelnen Modulen) ist weiterhin möglich.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Flyer

 

 

Online-Veranstaltung 

Reden über Nahost Sachlich und Sensibel

 

Ist der Konflikt in Nahost ein religiöser Konflikt? Kann man im Zuge der aktuellen Debatte von „importiertem Antisemitismus“ sprechen? Welche Rolle spielen wir muslimische Studierende in Deutschland? 

Auf diese und weitere Fragen suchen wir am Donnerstag ab 19 Uhr mit den folgenden Referent*innen Antworten:

Ayşe Cindilkaya (Dipl. Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Referentin),

Dr. Michael Blume (Religionswissenschaftler und Beauftragter gegen Antisemitismus des Landes Baden-Württemberg),

Prof. Dr. Johannes Becke (Dozent der Israel- und Nahoststudien an der Hochschule für jüdische Studien Heidelberg) und

Tom Würdemann (M.A. Historiker) als Moderator

 

Zugangsdaten zur Veranstaltung:

Link: https://us02web.zoom.us/j/89475676469

Meeting-ID: 894 7567 6469

 

Veranstalter: MHG Mannheim – Muslimische Hochschulgruppe e.V.

Kooperationspartner: 

Fachschaft Islamwissenschaft Universität Heidelberg

Hochschule für jüdische Studien Heidelberg

JUMED i.E.

Muslimische Hochschulgruppe Mainz

Muslimische Studierendengruppe Heidelberg e.V. 

Rat muslimischer Studierender & Akademiker e.V.

Teilseiend e.V. | Muslimische Akademie Heidelberg i.G. 

 

 

 

 

 

 

 

Wir lassen uns nicht trennen – ein offener Brief

Wir als jüdische, muslimische, jüdisch-muslimische Organisationen, Initiativen und
Bündnisse, sowie Einrichtungen, die Räume für jüdisch-muslimische Begegnung
geschaffen haben, schreiben diesen Offenen Brief, weil wir nicht hinnehmen, dass
der Konflikt im Nahen Osten unser Zusammenleben und unsere politische und
kulturelle Arbeit in Deutschland zerstört.
Wir haben in den letzten Jahren, unter schwierigen Bedingungen und in komplexen
Prozessen, vielfältige Allianzen, Bündnisse und Netzwerke zwischen jüdischen und
muslimischen Organisationen, Communities und Individuen aufgebaut, die wir gegen
eine neue Welle des Hasses und der Propaganda verteidigen wollen. Denn, wann
immer der Nahost-Konflikt hier ausgetragen wird, leiden auch wir darunter!
Deswegen wollen wir zwei Dinge festhalten:Wir lassen uns nicht trennen – ein offener Brief
Wir als jüdische, muslimische, jüdisch-muslimische Organisationen, Initiativen und
Bündnisse, sowie Einrichtungen, die Räume für jüdisch-muslimische Begegnung
geschaffen haben, schreiben diesen Offenen Brief, weil wir nicht hinnehmen, dass
der Konflikt im Nahen Osten unser Zusammenleben und unsere politische und
kulturelle Arbeit in Deutschland zerstört.

Wir haben in den letzten Jahren, unter schwierigen Bedingungen und in komplexen Prozessen, vielfältige Allianzen, Bündnisse und Netzwerke zwischen jüdischen und muslimischen Organisationen, Communities und Individuen aufgebaut, die wir gegen eine neue Welle des Hasses und der Propaganda verteidigen wollen. Denn, wann immer der Nahost-Konflikt hier ausgetragen wird, leiden auch wir darunter!

Deswegen wollen wir zwei Dinge festhalten:

1.) Wir verurteilen Antisemitismus und anti-muslimischen Rassismus

Wir verurteilen jede Art von Antisemitismus und anti-muslimischen Rassismus, sowie jede Form von Gewalt und Hass, wie etwa die jüngsten Angriffe auf Synagogen in Bonn oder in Gelsenkirchen. Wir verwahren uns dagegen, dass Jüd:innen und Muslim:innen hierzulande für die Geschehnisse im Nahen Osten verantwortlich gemacht werden, sei es durch physische Gewalt oder
durch entsprechende Darstellungen in den sozialen Medien. Diese Zuschreibung ist Ausdruck von Antisemitismus und anti-muslimischem
Rassismus, die Gegenwart und Zukunft unseres Miteinanders hierzulande gefährden. Genau dagegen richtet sich unsere vielfältige Arbeit seit vielen Jahren. Jüdisch-muslimische Beziehungen sind alles andere als selbstverständlich. Wir haben viel investiert um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen, um dadurch auch vor Fragen nicht zurückzuschrecken, die uns gegenseitig irritieren und befremden. Diese Fragen sind mit komplexen historischen Dynamiken verwoben, die Leid und Traumata beinhalten. Wir haben gelernt, Differenzen auszuhalten, auch wenn dies nicht immer leichtfällt. Wir haben auch viele Gemeinsamkeiten entdeckt und Ziele formuliert, wie wir als Jüd:innen und Muslim:innen in Deutschland miteinander leben wollen und können, und was wir im Zusammenleben auch von der Mehrheitsgesellschaft erwarten. Deshalb lassen wir unsere jüdisch-muslimischen Freundschaften, Bündnisse und Allianzen weder für politische Zwecke instrumentalisieren noch auf den Nahost-Konflikt reduzieren.

 

2.) Es muss Raum für unterschiedliche Haltungen zum Nahost-Konflikt geben.

Der Nahost-Konflikt ist ein “Hot Button Issue” jüdisch-muslimischer Beziehungen – dessen sind wir uns bewusst. Dass unterschiedliche
Haltungen zum Nahost-Konflikt bestehen, ist nachvollziehbar. Unsere jeweiligen Perspektiven sind von unterschiedlichen Sozialisationen, Erfahrungen, Wissensbeständen, und Emotionen bestimmt. Dafür muss es in einer offenen, pluralistischen und demokratischen Gesellschaft Raum geben. Mit diesen Differenzen müssen und können wir leben, denn sie bestehen nicht nur zwischen Jüd:innen und Muslim:innen, sondern auch innerhalb verschiedener Gruppen. Wir stellen aber auch fest, dass der Nahost-Konflikt nicht der Regelfall jüdisch-muslimischer Beziehungen ist; er ist keine Notwendigkeit des Muslimisch- oder Jüdischseins, sondern eine spezifische Situation, zu der jede und jeder sich verantwortungsvoll verhalten kann. Wir gehen zudem davon aus, dass der Nahost-Konflikt kein zwingendes Thema jüdisch-muslimischer Beziehungen und Gespräche sein muss. Unsere Arbeit ist von einer Fülle an unterschiedlichsten Themen geprägt, das soll auch so bleiben. Wir lassen unsere Arbeit nicht auf die Nahost-Thematik reduzieren.

#wirlassenunsnichttrennen #wirstehenfüreinanderein #wirbleibenimgespräch

Unterzeichnende Organisationen:
Jüdisch-muslimischer Stammtisch München
Prof. Dr. Bekim Agai – Direktor der AIWG

Heidelberger Bündnis für jüdisch-muslimische Beziehungen
Jüdisch-Muslimischer Gesprächskreis der W. Michael Blumenthal-Akademie des
Jüdischen Museums Berlin
Institut für Deintegration

 

 

 

 

 

 

 

 

ONLINE-VERANSTALTUNG:

Zwischen Allianz und Konkurrenz: Minderheiten und ihre Repräsentation in einer pluralen Demokratie

25. März 2021, 18.00 Uhr

Die Bundesregierung wirbt für den Rechtsstaat und das Versprechen einer pluralen Demokratie. Doch vor allem dort, wo selbstbewusste Minderheiten ihr Recht auf Gleichheit und Freiheit einfordern, kommen diese Versprechen an ihre Grenzen. Debatten um die Rechtssicherheit, gleichberechtigte Teilhabe und Zugehörigkeit von Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, sowie Forderungen nach dem Abbau struktureller und symbolischer Ungleichheiten sind zentrale Herausforderungen unserer postmigrantisch geprägten Bundesrepublik. Wie können gesellschaftliche Minderheitenpositionen erfolgreich Einfluss auf demokratische Prozesse nehmen? Inwieweit können abgrenzende Identitätspolitiken ein Erfolgsmodell sein? Wann braucht es Allianzen, um Ungleichheit und Diskriminierung abzubauen? Nach einem Impulsvortrag des Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume, werden er und Vertreter*innen der drei bundesweiten Kompetenznetzwerke Antiziganismus, Islam- und Muslimfeindlichkeit und Antisemitismus über diese Fragen sprechen, den Istzustand kritisch reflektieren, aktuelle Herausforderungen diskutieren und gemeinsam mit dem Publikum Zukunftsperspektiven entwickeln.

Die Online-Podiumsdiskussion beginnt mit Grußworten von Frau Bürgermeisterin Stefanie Jansen (Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg), Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma) und Prof. Dr. Frederek Musall (Stellvertretender Rektor, Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg).

 

 

Es diskutieren:

Dr. Michael Blume

(Beauftragter der Landesregierung Baden-Württemberggegen Antisemitismus)

Emran Elmazi

(Bildungsforum gegen Antiziganismus)

Rima Hanano

(Kompetenznetzwerk gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit)                                              

Saba-Nur Cheema

(Kompetenznetzwerk Antisemitismus)                   

Moderiert von Canan Topçu (Neue Deutsche Medienmacher*innen)    

 

Den Zoom-Link für die Teilnahme erhalten Sie nach Anmeldung unter https://www.teilseiend.de/anmeldung-zur-veranstaltung/.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus 2021“ statt.

 

In Kooperation mit der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma. Gefördert vom Kompetenznetz Plurales Heidelberg im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“.

 

     

 

 

Inklusive Bildung (neu) denken – Bildungsverständnisse aus religiöser und zivilgesellschaftlicher Praxis

 

18. März 2021, 15:30-19:30 Uhr

Die Kooperationsveranstaltung von Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung und der Muslimischen Akademie Heidelberg i. G. will sich unter dem Titel „Inklusive Bildung (neu) denken – Bildungsverständnisse aus religiöser und zivilgesellschaftlicher Praxis“ mit dem Bildungsbegriff, den unterschiedlichen Auffassungen dazu sowie den Heraus­forderungen und Leerstellen befassen, die Ungleichheit von Bildungszugängen fördern und einem partizipativeren Verständnis von Bildung damit im Wege stehen. Im Rahmen der Online-Veranstaltung werden verschiedene plurale und interreligiöse Ansätze von Bildungsarbeit aus je unterschiedlichen Bereichen reflektiert und hierbei wird der Blick insbesondere auf die praktischen Erfahrungen von Akteur*innen religiöser, kultureller und/oder ethnischer Minderheiten gerichtet.

 

Auf dem Podium werden über die existierenden Bildungszugänge sowie deren Herausforderungen und Potenziale diskutieren:

 

  1. Puya Bagheri (Leiter der Kreativwerkstatt Outline e.V. in Köln-Chorweiler)
  2. Dr. Mohammed Naved Johari (Imam der Frankfurter Moscheegemeinde Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V.)
  3. Mahyar Nicoubin (Referentin der Bundeszentrale für politische Bildung)
  4. Romina Wiegeman (Bildungsreferentin, Trainerin und Beraterin bei der Zentralen Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.)

 

Die anschließenden Workshops werden sich folgenden Themen widmen:

(1) Potenziale und Herausforderungen inklusiv-partizipativer Bildungsarbeit in (inter-)religiösen/kulturellen Settings

Silke Radosh-Hinder (stellvertretende Superintendentin im Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte)

(2) Leerstellen, Ausschlüsse und Tabus – Herausforderungen in der Bildungsarbeit und wie wir damit umgehen (können)

Hinweis: Dieser Workshop richtet sich an Angehörige religiöser und anderer Minderheiten.

Dženeta Isaković (Bildungsreferentin bei Mosaik Deutschland e.V.)

(3) Wie viel Gendergerechtigkeit verträgt die Gemeinde- bzw. Vereinsarbeit?

Carla Amina Baghajati (Schulamtsleiterin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich)

 

Die Online-Veranstaltung richtet sich an alle, die ihr Bildungsverständnis mit unterschiedlichen Perspektiven ins Gespräch bringen möchten.

 

Die Teilnahme ist nach einer Anmeldung bis zum 12. März auf der Seite www.teilseiend.de/anmeldung-zur-veranstaltung möglich. Geben Sie dabei bitte an, welchen Workshop Sie besuchen möchten!

Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

 

Flyer

 

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