vor welche Herausforderungen stellt uns Antisemitismus als Gesamtgesellschaft? Inwieweit wirken unterschiedliche historische und religiöse Narrative auf die Erscheinungsformen des Antisemitismus? Und wie kann (post)migrationsbewusste Sensibilisierung zu Antisemitismus gelingen?

Das Modellprojekt mit dem Titel „Antisemitismuskritische Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft“ soll einen Beitrag zur Antisemitismusprävention in Baden-Württemberg leisten. Erstmalig wird so das Thema Antisemitismus aus muslimischer Perspektive landesweit bearbeitet.

Ziel des Projektes ist es, zum einen mit Bildungsangeboten für Erwachsene sowie Jugendliche mit Migrations- und Fluchterfahrung Sensibilisierungsarbeit rund um das Thema Antisemitismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegenüber Jüdinnen und Juden zu leisten. Zum anderen sollen Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit für und mit pädagogischen Fachkräften und Multiplikator*innen der Jugendarbeit entwickelt und umgesetzt werden.

Das Projekt versteht sich außerdem als Plattform für einen fachlichen Austausch zu (post)migrationsbewussten Ansätzen und Kompetenzentwicklung unter Einbezug unterschiedlicher historischer und religiöser Narrative in Bezug auf Judenfeindschaft und deren Relevanz für die Antisemitismuskritik. Die Vernetzung mit landesweiten Akteuren im Themenfeld soll gestärkt werden.

Unter der Förderung der Baden-Württemberg-Stiftung wird das Projekt drei Jahre modellhaft im Land Baden-Württemberg und in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren umgesetzt. 

Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei der Projektleiterin Imen Ben Temelliste unter imen.bentemelliste@teilseiend.de